Craps Regeln für Anfänger: so funktioniert das Würfelspiel

Kaum ein Tisch im Casino ist so laut und so eingeschüchternd wie der Craps-Tisch. Ein Meer aus Feldern, Rufe der Spieler, fliegende Würfel: Wer zum ersten Mal davorsteht, hält das Spiel für unentschlüsselbar. Dabei sind die Craps Regeln im Kern erstaunlich einfach. Es geht um zwei Würfel, eine Handvoll wichtiger Zahlen und vor allem um eine einzige Basiswette, die du in fünf Minuten verstehst. Dieser Leitfaden nimmt dich Schritt für Schritt mit, erklärt den Ablauf einer Runde, zeigt dir die besten Wetten samt Hausvorteil und verrät den einen Trick, den erfahrene Spieler nie auslassen.
Was ist Craps überhaupt?
Craps ist ein Würfelspiel mit zwei Würfeln. Ein Spieler, der sogenannte Shooter, wirft die Würfel, und alle am Tisch wetten gemeinsam auf das Ergebnis. Anders als beim Roulette oder beim Online Blackjack spielst du also nicht gegen einen Dealer, der selbst Karten zieht, sondern auf den Ausgang der Würfe. Das macht Craps zu einem geselligen Spiel: Am echten Tisch fiebern alle Passe-Spieler gemeinsam mit dem Shooter mit.
Die scheinbare Komplexität entsteht durch das Tisch-Layout. Es zeigt dutzende Wettfelder, von denen die meisten für Anfänger irrelevant sind. Die gute Nachricht: Du brauchst nur einen winzigen Bruchteil davon. Wer die Pass Line und die Odds-Wette versteht, kann sofort mitspielen und tut das erst noch zu den besten Konditionen des ganzen Tisches. Alles andere lernst du später oder lässt es bewusst weg.
Die Summe zweier Würfel reicht von 2 bis 12. Die 7 ist dabei die häufigste Augenzahl, weil sie sich aus den meisten Kombinationen ergibt. Dieses simple Faktum ist der Schlüssel zu fast allen Craps-Regeln: Mal ist die 7 dein bester Freund, mal dein größter Feind, je nachdem, in welcher Phase der Runde du dich befindest.
Der Ablauf einer Runde: Come-Out-Roll und Point
Jede Craps-Runde folgt demselben Muster. Sie besteht aus zwei Phasen, und wer diese beiden Phasen verinnerlicht, hat das Spiel im Grunde verstanden.
Phase 1: Der Come-Out-Roll
Der erste Wurf einer neuen Runde heißt Come-Out-Roll. Bevor der Shooter wirft, setzt du deine Wette auf die Pass Line. Jetzt gibt es drei mögliche Ausgänge:
- 7 oder 11: Die Pass-Line-Wette gewinnt sofort. Man nennt das einen „Natural". Die Runde ist für die Pass-Line-Spieler unmittelbar gewonnen.
- 2, 3 oder 12 (Craps): Die Pass-Line-Wette verliert sofort. Diese drei Zahlen geben dem Spiel seinen Namen, „Craps".
- 4, 5, 6, 8, 9 oder 10: Diese Zahl wird zum sogenannten Point. Es passiert noch nichts, weder Gewinn noch Verlust. Die Runde geht in Phase 2 über.
Phase 2: Die Point-Phase
Sobald ein Point feststeht, markiert der Dealer die Zahl mit einem Puck („On"). Jetzt hat der Shooter nur noch ein Ziel: den Point erneut zu würfeln, bevor eine 7 fällt. Ab hier kehrt sich die Rolle der 7 komplett um.
- Der Point fällt erneut: Die Pass-Line-Wette gewinnt. Die Runde endet, und der Shooter darf weiterwürfeln, eine neue Runde beginnt mit einem neuen Come-Out-Roll.
- Eine 7 fällt zuerst: Das ist das gefürchtete Seven Out. Die Pass-Line-Wette verliert, die Runde endet, und der Würfel wandert zum nächsten Shooter.
- Jede andere Zahl: Es passiert nichts, der Shooter würfelt einfach weiter, bis entweder der Point oder die 7 fällt.
Das ist der gesamte Ablauf. Im Come-Out-Roll ist die 7 gut, in der Point-Phase ist sie das Ende. Diese Umkehr ist der wichtigste Merksatz für jeden, der Craps spielen lernt. Alles Weitere sind nur zusätzliche Wettmöglichkeiten, die auf diesem Grundgerüst aufsetzen.
Die Pass-Line-Wette verstehen
Die Pass Line ist die zentrale Wette im Craps und der ideale Einstieg für Anfänger. Du setzt sie vor dem Come-Out-Roll, indem du deine Chips auf das mit „Pass Line" beschriftete Feld legst. Sie ist eine Wette mit dem Shooter, deshalb ist ihr Ausgang an das gebunden, was wir gerade beschrieben haben.
Zusammengefasst gewinnt die Pass Line, wenn im Come-Out-Roll eine 7 oder 11 fällt, oder wenn nach dem Come-Out der Point erneut vor einer 7 getroffen wird. Sie verliert bei 2, 3 oder 12 im Come-Out sowie beim Seven Out in der Point-Phase. Die Auszahlung ist einfach: 1:1, also gleiches Geld. Setzt du 10 Euro und gewinnst, bekommst du 10 Euro Gewinn dazu.
Der entscheidende Grund, warum Profis die Pass Line Wette lieben, ist ihr niedriger Hausvorteil von rund 1,41 Prozent. Zum Vergleich: Beim Roulette liegt der Hausvorteil auf viele Wetten bei 2,7 Prozent. Craps bietet dir mit der Pass Line also eine der fairsten Basiswetten im ganzen Casino. Wie stark der Hausvorteil deine langfristigen Ergebnisse beeinflusst, erklären wir ausführlich im Beitrag zum Hausvorteil im Casino.
Es gibt auch die Gegenwette Don't Pass. Sie setzt gegen den Shooter und gewinnt genau dann, wenn die Pass Line verliert, mit einer kleinen Ausnahme bei der 12, die meist unentschieden endet. Ihr Hausvorteil ist mit rund 1,36 Prozent minimal niedriger. Für Anfänger ist die Don't-Pass-Wette aber weniger intuitiv und am geselligen Tisch unbeliebt, weil du gegen die Mehrheit wettest. Bleib zum Start bei der Pass Line.
Die Odds-Wette: 0 Prozent Hausvorteil
Jetzt kommt der wichtigste Anfängertipp überhaupt, das eigentliche Geheimnis des Craps-Tisches. Sobald ein Point feststeht, darfst du zusätzlich zu deiner Pass-Line-Wette eine zweite Wette platzieren: die Odds-Wette, oft „Free Odds" genannt. Du legst sie physisch direkt hinter deine Pass-Line-Wette.
Das Besondere daran: Die Odds-Wette ist die einzige Wette im gesamten Casino ganz ohne Hausvorteil. Ihr Hausvorteil beträgt 0 Prozent. Der Grund ist, dass sie zu den wahren, mathematisch korrekten Quoten ausgezahlt wird, ohne den sonst üblichen Abschlag zugunsten des Casinos. Fällt zum Beispiel ein Point von 4 oder 10, zahlt die Odds-Wette im Verhältnis 2:1. Auf einen Point von 5 oder 9 zahlt sie 3:2, auf 6 oder 8 zahlt sie 6:5.
Was bringt dir das konkret? Die Odds-Wette senkt den durchschnittlichen Hausvorteil deines gesamten Einsatzes. Kombinierst du eine Pass-Line-Wette mit der maximal erlaubten Odds-Wette, sinkt dein effektiver Hausvorteil über den kompletten Einsatz deutlich unter 1 Prozent, in manchen Tischvarianten sogar auf einen Bruchteil davon. Es gibt im Casino keine bessere Wette, Punkt.
Ein Beispiel macht es greifbar: Du setzt 10 Euro auf die Pass Line, der Come-Out-Roll ergibt eine 4, das ist jetzt dein Point. Du legst 10 Euro Odds dahinter. Fällt die 4 vor der 7, gewinnst du 10 Euro auf die Pass Line (1:1) und zusätzlich 20 Euro auf die Odds (2:1). Aus 20 Euro Einsatz werden 30 Euro Gewinn. Die Odds-Wette ist der Hebel, mit dem du das Beste aus jeder Runde holst.
Weitere wichtige Wetten im Überblick
Neben Pass Line und Odds gibt es einige weitere Wetten, die du kennen solltest, teils weil sie brauchbar sind, teils weil du sie unbedingt meiden solltest.
Come und Don't Come
Die Come-Wette funktioniert genau wie die Pass Line, nur dass du sie erst nach dem Come-Out-Roll platzierst, also während einer laufenden Point-Phase. Dein nächster Wurf wird dann quasi zu deinem persönlichen Come-Out-Roll. Die Come-Wette hat denselben niedrigen Hausvorteil von rund 1,41 Prozent, und auch hinter sie kannst du eine Odds-Wette legen. Die Don't-Come-Wette ist die Gegenwette dazu und entspricht der Don't-Pass-Logik.
Place-Wetten
Mit einer Place-Wette setzt du direkt darauf, dass eine bestimmte Zahl fällt, bevor die nächste 7 kommt. Die mit Abstand beste ist die Place-Wette auf die 6 oder die 8: Sie hat einen Hausvorteil von rund 1,52 Prozent und zahlt 7:6. Wichtig ist, den Einsatz in Vielfachen von 6 zu wählen, damit die Auszahlung glatt aufgeht, also zum Beispiel 6 Euro für 7 Euro Gewinn. Place-Wetten auf andere Zahlen haben spürbar höhere Hausvorteile und sind weniger attraktiv.
Field und die Center-Wetten
Die Field-Wette ist eine Einmalwette auf den nächsten Wurf und deckt mehrere Zahlen ab; ihr Hausvorteil variiert je nach Tischregeln. Richtig gefährlich sind aber die Proposition- oder Center-Wetten in der Tischmitte. Dazu gehört etwa die „Any 7" mit einem Hausvorteil von rund 16,7 Prozent, oder die Hardways. Diese Wetten locken mit hohen Auszahlungen, kosten dich langfristig aber weit mehr als jede andere Wette am Tisch. Für Anfänger gilt: Finger weg von der Tischmitte.
Wetten, Auszahlung und Hausvorteil in der Tabelle
Die folgende Tabelle bringt die wichtigsten Craps-Wetten auf einen Blick zusammen, samt Auszahlung, Hausvorteil und einer klaren Empfehlung für Einsteiger.
| Wette | Auszahlung | Hausvorteil | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Pass Line | 1:1 | ca. 1,41 % | Ideal für Anfänger |
| Don't Pass | 1:1 | ca. 1,36 % | Gut, aber weniger intuitiv |
| Come | 1:1 | ca. 1,41 % | Wie Pass Line, empfehlenswert |
| Don't Come | 1:1 | ca. 1,36 % | Gegenwette zur Come-Wette |
| Odds (Free Odds) | wahre Quoten (z. B. 2:1 auf 4/10) | 0 % | Unbedingt nutzen, beste Wette |
| Place 6 oder 8 | 7:6 | ca. 1,52 % | Solide Alternative |
| Field | meist 1:1, teils 2:1 | variiert | Nur gelegentlich |
| Any 7 (Center) | 4:1 | ca. 16,7 % | Meiden |
| Hardways (Center) | 7:1 bis 9:1 | hoch | Meiden |
Das Muster ist eindeutig: Die günstigsten Wetten stehen ganz oben, die teuersten ganz unten. Wer sich auf Pass Line, Come und die Odds-Wette beschränkt und Place 6/8 als Ergänzung nimmt, spielt Craps zu den bestmöglichen Konditionen. Die verlockenden Center-Wetten mit ihren hohen Auszahlungen sind genau die Fallen, die den Tisch für das Casino profitabel machen.
Schritt für Schritt: deine erste Runde
Genug Theorie. So läuft deine erste Craps-Runde konkret ab, egal ob am echten Tisch oder online:
- Chips bereitlegen: Am echten Tisch tauschst du beim Dealer Bargeld gegen Chips. Online wählst du einfach deinen Chip-Wert aus.
- Auf die Pass Line setzen: Warte, bis eine neue Runde beginnt (der Puck steht auf „Off"). Lege deinen Einsatz auf das Pass-Line-Feld. Das ist deine einzige Entscheidung für den Come-Out-Roll.
- Come-Out-Roll abwarten: Der Shooter wirft. Fällt 7 oder 11, hast du sofort gewonnen. Fällt 2, 3 oder 12, hast du verloren. Fällt eine andere Zahl, wird sie zum Point und der Puck springt auf „On".
- Odds-Wette dahinterlegen: Sobald der Point steht, legst du zusätzlich eine Odds-Wette hinter deine Pass Line. Das ist der Schritt, den Anfänger am häufigsten vergessen, obwohl er der wertvollste ist.
- Auf den Ausgang warten: Jetzt hoffst du, dass der Point erneut fällt, bevor eine 7 kommt. Fällt der Point, gewinnen Pass Line und Odds. Fällt die 7 (Seven Out), verlierst du beide.
- Nächste Runde: Nach dem Ende der Runde beginnt alles von vorn mit einem neuen Come-Out-Roll. Setz nur so viele Runden, wie es dein Budget erlaubt.
Merke dir für den Anfang nur diese zwei Wetten: Pass Line vor dem Wurf, Odds dahinter, sobald der Point steht. Damit spielst du bereits besser als die Mehrheit der Spieler, die ihr Geld in die teuren Center-Wetten stecken. Ein Blick in unser Glossar hilft dir außerdem, die Fachbegriffe am Tisch schnell zuzuordnen.
Craps online und im Live-Casino
Craps lässt sich auf zwei Arten online spielen, und beide haben ihren Reiz. Die häufigste Variante ist das RNG-Craps: Hier gibt es keinen echten Shooter, sondern ein Zufallsgenerator simuliert die Würfel. Jeder Wurf ist unabhängig und rein zufällig, genau wie bei einem physischen Würfel. Der große Vorteil für Einsteiger: Du spielst allein, ohne Zeitdruck und ohne Publikum, und kannst in aller Ruhe lernen, welche Felder was bedeuten.
Die zweite Variante ist Live-Craps. Dabei sitzt du per Videostream an einem echten Tisch mit echten Würfeln, die tatsächlich geworfen werden. Das bringt die Atmosphäre des klassischen Craps-Tisches auf den Bildschirm, inklusive echtem Croupier. Die Regeln, der Ablauf und die Wetten sind in beiden Varianten identisch, nur die Kulisse unterscheidet sich. Wie Live-Tische generell funktionieren und worauf du dabei achten solltest, erklärt unser Live-Casino-Guide.
Für den Einstieg empfiehlt sich das RNG-Craps, weil du dort ohne Hektik üben kannst. Viele Anbieter erlauben das Spielen im Übungsmodus, sodass du den Ablauf verinnerlichst, bevor echtes Geld ins Spiel kommt. Sobald du dich sicher fühlst, ist der Wechsel zum Live-Tisch nur noch ein kleiner Schritt.
Ist Craps in Deutschland legal?
Ein Punkt sorgt bei deutschen Spielern regelmäßig für Verwirrung, deshalb hier die klare Einordnung. Craps ist ein Tischspiel und damit vom bundesweiten Glücksspielstaatsvertrag nicht umfasst, genau wie Roulette und Blackjack. Der Staatsvertrag regelt für den Online-Bereich ausschließlich virtuelle Automatenspiele (Slots) und Online-Poker.
Tischspiele wie Craps fallen stattdessen in die Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer und ihrer staatlichen Spielbanken. In der Spielbank vor Ort kannst du Craps also legal spielen, sofern es dort angeboten wird. Das bundesweite Online-Angebot für Tischspiele ist dagegen nur eingeschränkt geregelt. Diese rechtliche Trennung betrifft nicht nur Craps, sondern die gesamte Familie der klassischen Tischspiele, etwa auch das Baccarat für Anfänger und das Roulette für Anfänger.
Für dich bedeutet das: Achte immer darauf, bei welchem Anbieter und in welchem rechtlichen Rahmen du spielst. Wer legal und sicher unterwegs sein will, informiert sich vorab über die Lizenzlage und behält den Spielerschutz im Blick. Wie du verantwortungsvoll spielst und dir feste Grenzen setzt, zeigt unser Ratgeber zum verantwortungsvollen Spielen.
Häufige Fehler von Anfängern
Am Craps-Tisch verlieren Einsteiger selten wegen Pech, sondern wegen vermeidbarer Fehlentscheidungen. Diese fünf sind die häufigsten:
- Center-Wetten spielen: Der größte Fehler überhaupt. Die verlockenden Wetten in der Tischmitte wie Any 7 haben Hausvorteile von über 16 Prozent. Sie fressen dein Budget schneller als jede andere Wette. Bleib an der Pass Line.
- Die Odds-Wette vergessen: Wer nur auf die Pass Line setzt und die Odds auslässt, verschenkt die beste Wette im ganzen Casino. Die Odds-Wette mit 0 Prozent Hausvorteil ist der eigentliche Grund, Craps zu spielen.
- Die 7 falsch einschätzen: Viele Anfänger jubeln in der Point-Phase über eine 7, weil sie im Come-Out gut war. In der Point-Phase beendet die 7 aber die Runde und lässt die Pass Line verlieren.
- Ohne Budget setzen: Craps geht schnell, und die Einsätze summieren sich. Wer kein festes Limit hat, verliert leicht den Überblick. Setz dir vor dem Spiel eine klare Grenze.
- Zu viele Wetten gleichzeitig: Das komplexe Layout verleitet dazu, überall Chips zu verteilen. Das erhöht nur dein Risiko. Weniger, dafür günstige Wetten sind der klügere Weg.
Der rote Faden ist immer derselbe: Das Casino verdient an den teuren, spektakulären Wetten. Wer diszipliniert bei den günstigen Basiswetten bleibt, spielt am längsten und am fairsten.
Experten-Tipps aus der Redaktion
Zum Abschluss die Empfehlungen, die wir jedem Craps-Einsteiger mit auf den Weg geben:
- Pass Line plus maximale Odds: Die Königskombination. Setz die Pass Line und leg immer die höchstmögliche Odds-Wette dahinter. So drückst du deinen effektiven Hausvorteil auf das absolute Minimum.
- Ignoriere die Tischmitte: Alles, was in der Mitte des Tisches liegt, ist für dich tabu. Diese Wetten sind gebaut, um zu locken und zu kosten.
- Nutze Place 6 und 8 als Ergänzung: Wenn du mehr Zahlen abdecken willst, sind Place-Wetten auf 6 oder 8 die günstigste Erweiterung. Denk an Einsätze in Sechserschritten.
- Übe zuerst online im RNG-Modus: Lern den Ablauf ohne Zeitdruck, bevor du an einen echten oder Live-Tisch wechselst. Das spart dir Fehler und Nerven.
- Setz dir ein festes Limit: Craps ist schnell und mitreißend. Ein klares Budget und ein Zeitlimit sorgen dafür, dass der Spaß nicht kippt. Hilfe und Werkzeuge findest du im Ratgeber zum verantwortungsvollen Spielen.
Fazit
Craps sieht komplizierter aus, als es ist. Im Kern brauchst du nur zwei Dinge: die Pass-Line-Wette vor dem Come-Out-Roll und die Odds-Wette dahinter, sobald ein Point feststeht. Mit dieser Kombination spielst du zum niedrigsten Hausvorteil, den das Casino zu bieten hat, denn die Odds-Wette ist die einzige Wette ganz ohne Hausvorteil. Die 7 gewinnt im Come-Out und beendet in der Point-Phase die Runde, dieser eine Merksatz erklärt das halbe Spiel.
Was du dir außerdem merken solltest: Die spektakulären Center-Wetten in der Tischmitte sind Fallen mit hohen Hausvorteilen und gehören nicht in dein Repertoire. Und bei aller Strategie bleibt Craps ein Glücksspiel: Auch die beste Wettkombination hebt den Zufall nicht auf. Wenn du jetzt starten willst, übe zunächst in Ruhe im RNG-Modus, setz dir ein festes Limit und wirf danach einen Blick auf verwandte Tischspiele wie das Roulette für Anfänger. So steigst du entspannt und mit dem richtigen Wissen ein.
Häufige Fragen
Wie funktioniert Craps im Casino?
Craps ist ein Würfelspiel mit zwei Würfeln. Ein Spieler, der Shooter, würfelt für den gesamten Tisch. Die Runde beginnt mit dem Come-Out-Roll. Fällt dabei eine 7 oder 11, gewinnt die Pass-Line-Wette sofort. Fällt eine 2, 3 oder 12, verliert sie. Jede andere Zahl (4, 5, 6, 8, 9 oder 10) wird zum Point. Danach würfelt der Shooter weiter, bis entweder der Point erneut fällt (Pass Line gewinnt) oder eine 7 kommt (Seven Out, Pass Line verliert).
Was ist der Come-Out-Roll beim Craps?
Der Come-Out-Roll ist der erste Wurf einer neuen Runde. Er entscheidet, wie es weitergeht. Eine 7 oder 11 gewinnt sofort für die Pass Line, eine 2, 3 oder 12 (Craps) verliert. Jede andere Augenzahl legt den Point fest, der danach getroffen werden muss, bevor eine 7 fällt. Erst nach dem Come-Out-Roll läuft die eigentliche Point-Phase der Runde.
Welche Craps-Wette ist die beste für Anfänger?
Für Anfänger ist die Pass Line die beste Basiswette. Sie ist leicht zu verstehen und hat mit rund 1,41 Prozent einen niedrigen Hausvorteil. Wer schon eine Pass-Line-Wette laufen hat, sollte zusätzlich die Odds-Wette dahinter legen. Diese Free-Odds-Wette hat einen Hausvorteil von 0 Prozent und wird zu wahren Quoten ausgezahlt. Die Kombination aus Pass Line und maximalen Odds ist die günstigste Art, Craps zu spielen.
Was ist die Odds-Wette beim Craps?
Die Odds-Wette, auch Free Odds genannt, ist eine Zusatzwette, die du hinter eine bestehende Pass- oder Come-Wette legst, nachdem ein Point feststeht. Sie ist die einzige Wette im Casino ganz ohne Hausvorteil, also 0 Prozent. Der Grund: Sie wird zu wahren Quoten ausgezahlt, zum Beispiel 2:1 auf einen Point von 4 oder 10. Die Odds-Wette senkt den durchschnittlichen Hausvorteil deiner Gesamteinsätze und ist der wichtigste Anfängertipp beim Craps.
Wie hoch ist der Hausvorteil bei der Pass Line?
Der Hausvorteil der Pass-Line-Wette liegt bei rund 1,41 Prozent. Damit gehört sie zu den günstigsten Wetten im ganzen Casino. Die Gegenwette Don't Pass ist mit etwa 1,36 Prozent minimal niedriger. Beide Werte gelten für die Grundwette ohne Odds. Legst du zusätzlich die Odds-Wette mit 0 Prozent Hausvorteil dahinter, sinkt der durchschnittliche Hausvorteil deines gesamten Einsatzes weiter.
Was bedeutet Seven Out beim Craps?
Seven Out heißt, dass in der Point-Phase eine 7 fällt, bevor der Point erneut getroffen wurde. In diesem Fall verliert die Pass-Line-Wette, die Runde endet und der Würfel wandert zum nächsten Shooter. Nach dem Come-Out-Roll ist die 7 also nicht mehr gut, sondern das Ende der Runde. Genau diese Umkehr überrascht viele Anfänger, weil die 7 beim ersten Wurf noch sofort gewinnt.
Was ist der Unterschied zwischen Pass Line und Don't Pass?
Die Pass Line ist die Wette mit dem Shooter: Sie gewinnt bei 7 oder 11 im Come-Out und wenn der Point vor der 7 fällt. Die Don't-Pass-Wette ist die Gegenwette und funktioniert umgekehrt: Sie gewinnt, wenn im Come-Out eine 2 oder 3 fällt, und wenn in der Point-Phase die 7 vor dem Point kommt. Beim Wurf einer 12 ist Don't Pass meist unentschieden. Der Hausvorteil liegt bei etwa 1,36 Prozent und damit knapp unter dem der Pass Line.
Welche Craps-Wetten sollte man meiden?
Meiden solltest du die Proposition- oder Center-Wetten in der Tischmitte, etwa Any 7 mit einem Hausvorteil von rund 16,7 Prozent oder die Hardways. Diese Wetten locken mit hohen Auszahlungen, kosten dich aber langfristig am meisten. Bleib stattdessen bei Pass Line, Come und der Odds-Wette. Auch Place-Wetten auf 6 oder 8 mit rund 1,52 Prozent sind vertretbar, die Center-Wetten dagegen sind für Anfänger eine schlechte Wahl.
Wie funktioniert die Place-Wette auf 6 oder 8?
Mit einer Place-Wette setzt du direkt darauf, dass eine bestimmte Zahl fällt, bevor die nächste 7 kommt. Die Place-Wette auf 6 oder 8 ist die beste der Place-Wetten und hat einen Hausvorteil von rund 1,52 Prozent. Sie zahlt im Verhältnis 7:6 aus. Setzt du also 6 Euro und die Zahl fällt, erhältst du 7 Euro Gewinn. Wichtig ist, den Einsatz in Vielfachen von 6 zu wählen, damit die 7:6-Auszahlung glatt aufgeht.
Kann man Craps online spielen?
Ja. Online-Craps läuft über einen Zufallsgenerator, der die Würfel simuliert. Es gibt keinen echten Shooter, das Ergebnis jedes Wurfs wird per RNG bestimmt. Daneben bieten viele Anbieter Live-Craps mit einem echten Tisch und echten Würfeln per Videostream an. Die Regeln, der Ablauf und die Wetten sind in beiden Varianten identisch. Der Vorteil online: Du kannst in Ruhe lernen und ohne Zeitdruck setzen.
Ist Craps in Deutschland legal?
Craps ist ein Tischspiel und damit vom bundesweiten Glücksspielstaatsvertrag nicht umfasst, genau wie Roulette und Blackjack. Der Vertrag regelt online nur virtuelle Automatenspiele und Online-Poker. Tischspiele fallen in die Zuständigkeit der Bundesländer und ihrer Spielbanken. In der Spielbank vor Ort kannst du Craps legal spielen, das Online-Angebot ist dagegen bundesweit nur eingeschränkt geregelt.
Ist Craps reine Glückssache oder Können?
Craps ist ein reines Glücksspiel. Das Ergebnis jedes Wurfs ist zufällig, kein Spieler kann den Ausgang beeinflussen. Was du steuern kannst, ist die Wahl deiner Wetten. Wer auf Pass Line, Come und die Odds-Wette setzt, spielt mit dem niedrigsten Hausvorteil und holt langfristig am meisten aus seinem Budget. Aber auch die beste Wettkombination hebt den Zufall nicht auf: Craps bleibt Glücksspiel.